Vorwort - das Leben als Jugendlicher

Bevor ich euch von meiner Musik erzähle will ich euch einen Einblick in mein Leben geben und euch ein wenig von mir erzählen. Ich heiße Daniel, die meisten kennen mich unter dem Pseudonym Blazin'Daniel. Ich bin gerne kreativ und will eigene Ideen in Form von Schrift, Bildern und Musikwerken umsetzen. In den letzten 6 Jahren habe ich mich auf drei Ebenen ausprobiert, beim Videomixing, beim Fotografieren und beim Rappen. Wie viele Stunden ich mit jedem einzelnen Shooting, mit jedem einzelnen Video und mit jedem einzelnen Song, mit jedem Album verbracht habe ist schon fast nicht mehr normal. Als ich damals mit billiger Bildbearbeitung angefangen und diese das erste Mal auf meiner Homepage veröffentlicht habe, ist die Frage "Kannst du mir mal nen Bild bearbeiten" so gestiegen, das ich fast nur noch am Bilder bearbeiten war. Naiv wie ich war habe ich es damals für jeden Idioten und für jedes Mädchen getan, doch schnell wurde klar, dass meine Fähigkeiten ausgenutzt wurden, sodass ich irgendwann beschloss ein bisschen Geld dafür zu nehmen. Plötzlich wurde ich als abgehobenes, eingebildetes Arschloch behandelt. So ist der Mensch, umsonst alles haben wollen, aber nie etwas geben.

Zum Bilder bearbeiten haben sich dann auch meine fotografischen Interessen angeeignet. Ich war oft auf Partys unterwegs mit einer am Anfang noch eher Standardkamera. Ich habe trotzdem irgendwie einigermaßen gute Bilder geschossen und diese dann auf meiner Homepage in Gallerien veröffentlicht. Durch meine fotografischen Rundgänge auf Partys wurde meine Internetseite mit der Zeit bekannter. Die Besucherzahlen waren hoch. Die Schattenseiten ließen allerdings nicht lang auf sich warten. Jeder zweite Penner, der meinte mich damit abfucken zu müssen, das ich doch bitte alle Bilder von dem und dem rausnehmen sollte. Das ist auch der Grund dafür, dass ich nicht mehr auf Partys unterwegs bin. Mittlerweile hatte ich mich meinen Fotoshootings zugewandt. Das war dann genau mein Ding, bezahlte Shootings, die sich dann auch schnell rumgesprochen haben und die mit dem Einverständnis des jeweiligen Models auch auf meiner Homepage veröffentlicht wurden. Es war ein weiterer Schritt für mich in Richtung Selbstverwirklichung.

 
 

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

2006/2007 habe ich das Rappen mit Freunden angefangen, wir waren anfangs echt grausam. Es war auch kein Talent für mich erkennbar. Die Texte waren beschissen, der Flow langweilig und die Quali eine Zumutung. Als erstes wurde der sogenannte "Sampler" von uns veröffentlicht, den wir damals unter dem Namen "CS/CR" auf unserer selbstgegründeten Möchtegernlabel-Seite Chaoten Studios veröffentlichten. Unsere Hörer waren auch in unserem Alter, und fanden es lustig und unterhaltsam. Es entstanden zahlreiche "Projekte". Schon fast peinlich es Alben zu nennen, aber wir haben damals bestimmt 3 verschiedene Headsetalben auf meist Linkin Park Instrumentals und Deutschrapbeats aufgenommen.Nebenbei lief auch eine Projektarbeit in English, wir sollten einen eigenen Film drehen. Das war der perfekte Zeitpunkt um zu zeigen was wir damals als "Können" verstanden. 4 Wochen lang haben wir einen Film names "File Sonny Red" gedreht, der auch mit Begeisterung am Vorstellungstag ankam. Wenn man sich den Film heute anssieht ist es natürlich unwahrscheinlich peinlich. Ab diesem Zeitpunkt drehte unser Freundeskreis, der damals aus Paul P, Hagen H, Daniel K und Lukas K bestand Gigfakevideos, wo wir zu unseren Lieblingssongs Videos drehten, auch diese Projekte sorgten für Gesprächsstoff im positiven wie auch im negativ Sinn. Für uns basierte alles auf Spaß und Freizeitbeschäftigung. Das haben wir einige Jahre lang gemacht, aber auch die Chaoten Studios Ära fand bald sein Ende. 

 

 

Ehrgeiz - Der Blick auf mein Ziel

Für mich zählte nur noch Rap. Hagen und Lukas sind aus der "Crew" ausgestiegen. Es blieben nur noch Paul und ich. Wir haben 2007 noch ein Album zusammen gemacht, was den Namen "Mut Zur Wahrheit" trägt. Dies war der Startschuss für meine "Internet-Karriere". Das Album kam gut an, aber auch Paul hörte danach mit Rap auf. Ab hier an war ich alleine. Ich konnte nicht mischen, also habe ich's mir selbst irgendwie beigebracht und nahm mein erstes Album "Aus Liebe Zum Hass" auf, was auch gut ankam und mir Türen zu neuen Kontakten ermöglichte. Ich ließ mir einen schalldichten Raum in mein Zimmer bauen, tapezierte Noppenschaum an meine Wände, kaufte ein neues Mischpult und fertig war die Vorbereitungsphase für das nächste Album "Aus Dem Nichts". Ein Jahr lang hab ich mich zurückgezogen, in der ich das Album aufgenommen habe. Am Ende sind es 22 Tracks geworden, worauf ich relativ stolz bin, da in jedem Song ein Haufen Arbeit steckt.

 

Ich hab mich stets von anderen Rappern unterscheiden wollen, was ich durch meine Themen, Texte und Stimme auch hoffentlich getan habe. Oft bin ich an mir selbst verzweifelt und wollte schon alles hinschmeißen, aber durch die ganze Arbeit, die ich mir in den letzten Jahren angetan habe, hab ich ein einige Fans gewonnen, die mich täglich unterstützt haben.. die selbst mir mein Selbstvertrauen an dem Zeitpunkt zurückgeben konnten, wo alles schon hoffnungslos erschienen ist. Nach einigen Freetracks wie "Winter" und "Erinnerung An Mich" wollte ich es noch mal wissen. Ich entschloss mich für ein neues Album ,was in diesem Jahr noch rauskommen sollte. Durch den Abschluss meiner Fachhochschulreife hatte ich einen Freiraum von 3 Monaten, also begann ich mit den Aufnahmen zu "Nur Ein Stück Zeit.  

 

Unausgeglichenheit - Fixierung auf Rap

 

Mein Lebensalltag wurde monatelang zum reinsten Stress, denn mein Tagesablauf bestand nur noch aus Texten schreiben, aufnehmen und mischen. Wenn ich ein Ziel vor Augen habe und unbedingt wieder was Kreatives machen will, häng ich mich da dermaßen rein, das ich jeglichen anderen Freizeitluxus vergesse. Am 18. Juli war es soweit, ich hatte es geschafft. Nicht nur das ich unendlich Stolz auf mein neues Album "Nur Ein Stück Zeit" war, ich hab es sogar geschafft mit meinem damaligen Idolrapper Metrickz einen Song aufzunehmen. Der Track wurde auch erst kurz vor Albumrelease fertig. Das Album ist bis heute eines meiner Lieblingsalben, denn es stecken viele Erinnerungen in den Songs, da ich in dieser Zeit oft alleine war. Das Album erschien am 18.06.2010 im Internet, und mit wirklichem Stolz kann ich sagen "Daniel du hast da eine richtig gute Arbeit geleistet", denn dieses Album bin einfach ich. Der Name "Nur Ein Stück Zeit" ist eigentlich eine Kritik an alle Leute, die keinen Respekt vor der Musik haben. Denn egal wie viel ich erzähle, wie viel Stunden ich in jeden Song gesteckte habe, für andere wird es nach ein paar Wochen nur ein Stück Zeit sein, die mich zwingt es auch nur ein Stück Zeit meines Lebens zu betrachten. So oft kam schon der Gedanke einfach alles hinzuschmeißen, mich endlich anderen Dingen zu widmen. Ein ganz normales Leben zu führen, aber der Drang in mir selbst lässt mich noch nicht aufhören, deswegen habe ich das Rappen bis heute noch nicht aufgegeben

 

Zwei Gesichter - gespaltene Persönlichkeit

 

Nach dem Album bekam ich bei Youtube, wo ich mittlerweile sehr aktiv war, 800 Abonnenten dazu, womit ich schon bei fast 1700 gelandet war. Doch meine Kraft ging langsam zu Ende. Ich merkte wie der Rap mich veränderte. Ich war unzufrieden mit mir selbst. War das wirklich das, was ich gewollt hab? Ich hatte für nichts anderes mehr Zeit, meine ganze Freizeit verschrieb ich dem Rap, und auch wenn ich aufhören wollte, konnte ich es nicht, es war eine Sucht zur Musik, ich musste immer wieder etwas Neues machen. All mein Leiden und all meine Probleme in Bezug auf dieses Thema schrieb ich in dem Song "Nur ein bisschen Respekt" nieder, der meinen Ausstieg aus der Rapszene darstellen sollte. Ich tat es wirklich, ich hörte mit Rap auf, doch in den kommenden Wochen galt es eine riesengroße Lücke zu ersetzen. Wie füllt man etwas, das dein ganzes Leben war. Nach einem Monat schrieb ich einen 6 minutenlangen Track und tauchte wieder auf der Bildfläche auf. Ich hatte gemerkt, dass ich nicht ohne Rap kann und somit beschloss ich wieder mich an ein neues Projekt zu setzen.

 
 
 

Das Projekt, das am Ende den Namen "Zwei Gesichter" trug. Zwei Gesichter aus dem Grund, da ich mich oft fragte wer ich überhaupt bin. Auf der einen Seite gibt es Blazin'Daniel, auf der anderen Daniel Koch, mich als ganz normalen Menschen so wie jeder andere auch. Ich sah Blazin'Daniel schon als zweite Person, die Schattenseite von Daniel Koch, da ich das Gefühl hatte mein ganz normales Mensch-sein verloren zu haben. Auf der Straße riefen alle auch nur noch "Blazin" und nicht mehr Daniel. Es war so als wär mein Rapper Dasein zu meinem kompletten Ich geworden.

 

Der Gedanke macht mir Angst, da ich mir oft wünschte ich hätte niemals mit Rap angefangen und ein ganz normales Leben geführt mit Hobbys wie Fußball, Tischtennis und Tennis wie ich sie jetzt auch habe, doch jeder kennt mich nur noch als Blazin'Daniel, sie verbinden mit mir, dass ich bekannt bin und sehen zu mir auf oder hassen mich. Mein eigentliches Bild für das ich stehen sollte sind Songs, die aus dem Herzen kommen und geschrieben wurden, doch dennnoch gibt es von mir Songs, die das komplette Gegenteil sind wie "Sein Wie Ich", "Sie Will Den Fame", "Superstars",.. all die arroganten Songs, die unter die Gürtelinie gehen.

 

Wahrscheinlich sind diese auch irgendwo ein Teil von mir, doch oft hab ich mich dafür geschämt, weil ich nicht mich selbst darin sah. Was das Besondere an dem Album "Zwei Gesichter" war, war der Song "P.S. Ich Liebe Dich". Das ist der erste Lovesong, den ich jemals aus meinem Herzen für jemanden geschrieben habe. Er geht an an meine Freundin, an das Gute in meinem Leben, der Mensch, der mir am Nächsten steht.

 

Veränderung - Reflektion der letzten Jahre

 

Der Nachteil bei meinen Releases war, dass ich immer schon 8-10 Songs vorher bei Youtube veröffentlicht hatte, damit nahm ich dem Hörer jegliche Spannung. Es ärgerte mich, also beschloss ich mich an ein neues Riesenprojekt zu setzen. Ich wollte ein Album aufnehmen, wo man vorher maximal zwei Songs kennen sollte, also setze ich mich noch im selben Jahr 2011 daran über 20 neue Songs zu schreiben. In diesem Album reflektierte ich mich selber sehr viel, ich dachte über all meine Entscheidungen und Taten nach, die ich getroffen und begangen hatte. Ich habe so viele Fehler in meinem Leben gemacht und es tat mir vieles so unendlich Leid, dass ich für die Menschen in meinem näheren Umfeld so wenig Zeit aufbrachte, dass ich für meine Mutter fast nie da bin, das meine Freundin wegen mir so geweint hat, da ich ihr unbewusst auf eine Weise oft weh getan habe. Auch der Song "Mein Idol" zeichnet einen Wendepunkt in meinem Leben. Der Rapper, den ich einst so gefeiert hatte, war in meinen Augen gestorben. Ich habe mich zu lange selbst in einen Schatten gestellt, in den ich nicht gehöre. Was hinter den Kulissen abgelaufen war, war unverzeihlich. Mein Youtubeaccount, der mittlerweile über 6000 Abonnenten hatte, wurde gelöscht. Danach brach eine Welt für mich zusammen, alles was ich mir die letzten 5 Jahre aufgebaut hatte, lief über diesen Kanal. Doch mit der Zeit nach der Löschung beginn ich plötzlich an völlig anders zu denken, wie dumm ich doch war, es hat sich nichts verändert, ich habe immer noch alle Fans von vorher, nur keine Klickzahlen mehr und somit hab ich beschlossen wieder alles aufzubauen. Nach einem Monat hatte ich alle meine Songs mit neuen Covern und HD Qualität auf meinem neuen Youtubechannel wieder hochgeladen. Klicks waren mir egal, Hauptsache man konnte Zugang zu meinen Songs bekommen. Diese Dinge verarbeitete ich in dem Album was heute den Namen "Jeder Anfang Hat Ein Ende" trägt.

 

Ausgelaugt - innere Konflikte

Nach dem Album versprach ich mir selbst mit Rap eine Pause einzulegen. Zu viel ist dadurch schon in meinem Leben schief gelaufen. Obwohl ich in meinen Texten meine Probleme verarbeite provoziere und verletze ich andere Menschen. Ich habe genug davon anderen Menschen weh zu tun, obwohl ich es nicht will. Ich zweifelte an mir selber, was für ein Mensch aus mir geworden ist? Bin ich überhaupt ein guter Mensch? Ich weiß es nicht mehr, ein guter Mensch tut anderen nicht weh. Ein guter Mensch nimmt sich Zeit für die Menschen, die einem so viel geben. Am Meisten litt ich darunter, dass ich meiner Freundin ihre Träume und Wünsche nicht erfüllt habe. Ich dachte daran, dass ich anderen nicht gut tue. Was habe ich erreicht? Was ist meine Musik wert, wenn ich in meinem Herzen einsamer war als je zuvor?

 

Das Hobby Rap - Fluch & Segen zugleich

Im August 2011 baute ich mit B.C., einem sehr begabten Coder, meine Internetseite komplett neu auf. Ich wollte eine Veränderung auf meiner Homepage, es sollte endlich einen Schritt nach vorne gehen und dazu war ein professioneller Internetauftritt nötig. Wir saßen wochenlang an dieser Internetseite und wir sind stolz was daraus geworden ist. Vor allem war es eine Zusammenarbeit, die Spaß gemacht hat, ich habe die ganze Seite entworfen und er hat sie umgesetzt. In der heutigen Zeit kommt es auf ein gutes Miteinander an, denn zu Zweit macht alles doch gleich auch mehr Spaß.

 

Anfang 2012 packte mich die Energie wieder und ich entschloss mich dafür ein neues Album aufzunehmen. Es dauerte Monate und ich war engagierter denn je, ich hatte Ideen, Themen und Reime, die mir durch den Kopf schossen. Ich vernachlässigte alles und wollte unbedingt ein perfektes Album machen. Denkmal entstand. 26 neue Tracks. Ich drehte zwei Musikvideos mit HamburgzOptik zu den Songs "Zeit zu gehen" u. dem Titelsong "Denkmal". Es gab ein Fotoshooting zum Album mit Martin Wiatrek, das Cover zum Album bearbeitete ein guter Freund von mir. Das Cover wurde dann schließlich auch auf T-Shirts und Hoodies gedruckt. Ich hatte mich für den Augenblick damals selbst übertroffen und liebte das Album, auch wenn es viele Qualitätsunterschiede in den Songs gab, da ich in der Zeit umzog und für ein paar Monate keine Gesangskabine mehr hatte. Aber im Gesamtpaket ist es ein vollendetes Album mit vielen verschiedenen Songs. In jedem Song steckt meine Persönlichkeit, meine Erfahrung und viel Liebe bis ins Detail. Das Album überzeugt meiner Meinung nach mit tiefsinnigen, aber auch provozierenden und lustigen bis hin zu aggressiven Texten, die trotzdem die Fähigkeit haben Menschen damit zu berühren und zu erreichen. Meine persönlichen Lieblingssongs von Denkmal sind: Und wenn, Teufelskreis, Weltwunder, Party Queen, Pflaster des Glücks, Dreh die Zeit zurück,etc.. letztendlich gefallen mir natürlich alle, jedenfalls zu dem damaligen Zeitpunkt, sonst hätte ich sie nicht auf das Album gepackt.

 
 
 

Das Album erreichte bis Heute (14.01.2013) 4046 Downloads. Ob das viel oder wenig ist weiß ich ehrlich gesagt nicht. Jedenfalls muss ich es nicht schönreden und behaupten ich hätte 100.000 Downloads oder Sonstiges. Ich habe Menschen und andere "Rapper" kennengelernt, die wirklich gar nichts auf dem Kasten haben und trotzdem so viel von sich halten, dass sie denken durch Zahlenlügen würde ich jetzt sagen "wow". Ein Rapper, der mit mir auf die Schule geht erzählte mir, dass sein Server bei seinem letzten Release abgestürzt ist, weil es anscheinend so viele Menschen gab, die sein Album laden wollten. Es wären so um die 50.000 Downloads meinte er. Auf Youtube suchte ich dann nach ihm und ja 1.500 Klicks. Ich habe eine Allergie gegen Dummschwätzer. Ich stand einfach nur daneben und hab mit dem Kopf genickt und mir gedacht "Oh mein Gott, laber mich nicht voll du Spast".

 
 

Im November 2012 trat ich mit meinem Kollegen Benikaya in Oberhausen als Künstler auf. Dort lernten wir uns das erste Mal im realen Leben kennen. Die Chemie stimmte von Anfang an und mit ihm habe ich bis heute immer einen Riesenspaß. Allgemein wurden Beni und Artjom nicht nur Rapfreunde sondern auch Freunde im wahren Leben. Sie sind die Menschen mit denen ich mich austauschen kann und wir alle teilen den gleichen Traum und das gleiche Hobby und das ist wirklich eine tolle Sache. Wenn ich es mal irgendwann nach Oben schaffen sollte, würde ich sie mitziehen. Ich möchte Erfolg teilen und dass sich auch Menschen mit mir freuen ohne Missgunst und Neid.

 

Was ich durch meine Tracks versuche zu erreichen ist die Unsterblichkeit. Das ich etwas hinterlasse, wenn ich irgendwann sterbe. Das meine Stimme bis in die Ewigkeit auf Erden bleiben kann. Der Drang danach Rap zu machen ist fast wie eine Krankheit, und niemand wird diese Arbeit, die ich in meine Songs reinstecke, je nachvollziehen können, denn alle kennen nur das Endprodukt, aber der Weg zu jedem einzelnen Song ist bei mir ein Langer, weil ich wirklich darauf achte keine 0815 Produktion zu machen, sondern in jeden Song mein 100 Prozentiges Gefühl zu stecken.. Heute bin ich 22 Jahre und mache eine Ausbildung zum Mediengestalter... Die Musik hat viel Zeit in Anspruch genommen, doch ich bin dennoch stolz, dass ich Projekte, die ich anfange auch immer zu Ende bringe,.. dass ich es dennoch bis an die Grenzen durchgezogen habe. Es freut mich, wenn ihr euch für die Musik und mich begeistern könnt. Ich möchte trotzdem nicht, dass irgendjemand zu mir aufsieht, nur weil ich in euren Augen gute Musik mache, heißt das nicht, dass ich in meinem Leben alles im Griff habe. Auch ich habe meine Probleme, und davon gibt es mehr als genug. Genießt euer Leben mit den Menschen, die euch am Nächsten stehen, denn das ist am Ende alles was zählen wird.

 
  
 
 

Das erste Album auf CD: Authentizität

 

Nach dem Denkmal Album nahm ich mir fest vor im nächsten Jahr noch einen Schritt weiterzugehen, einen Schritt weiter Richtung Selbstverwirklichung und einen Schritt weiter Richtung Professionalität. Ich hatte Erfahrung, Talent und die Möglichkeit ein studioreifes Album in meiner Booth in den eigenen 4 Wänden aufzunehmen und es selbst zum finalen Produkt zu bringen. Ich würde niemals weiterkommen, wenn ich auf Ewig nur der Internetrapper mit Online Releases bleiben würde, also nahm ich meinen ganzen Ehrgeiz zusammen und ballte meine Faust für den nächsten Highscore.Ich schoss die Coverbilder mit meinem guten Freund Martin, der für so gut wie alle professionellen Bilder von mir schuldig war, in seiner Küche, und trotzdem ließen sich die Ergebnisse sehen.

Wichtig war mir, dass ich zum Album auch ein Booklet gestalten würde, da das für mich dem Album erst die richtige Persönlichkeit verleiht. Ich verarbeitete zu der Zeit die schlimme Trennung meiner Freundin, welche für mich auch der entscheidende Punkt für den ganzen Output an Texten und die Idee des Albums war. Mir war klar, dass ich nichts halbes und quantitatives machen würde, aber mir war völlig klar, dass ein Album von Blazin'Daniel nie weniger als 80 Minuten gehen darf. Ich bin der Meinung, dass wenn ich mein Herz in eine CD stecke, diese auch bis zum Maximum meiner Möglichkeiten ausgeschöpft werden muss, also tat ich was ich tun wollte und setze meine Worte in die Tat um und begann mit den Aufnahmen bis ich schließlich am am 06.09.2013 nach ganzen 7 Alben mein allererstes Album als Tonträger veröffentlichte.

 
 

Den besonderen Titel wählte ich, da ich ein Schlagwort brauchte, das die 22 Titel in einem auf einmal wiederspiegeln konnte. Authentizität passte wie die Faust auf's Auge. Das Gefühl auf dieser Platte war so intensiv und hautnah, dass ich den Namen trotz seines Zungenbrechers unbedingt nehmen musste. Das ist das Merkmal, mit dem ich von den Hörern verbunden werden möchte. Ich mache keine Musik, die auf eine bestimmte Zielgruppe abzielt, um die höchstmöglichen Klickzahlen im Internet zu erreichen. Mein Rap ist die Art von Musik, die das Leben schreibt. So kitschig es auch klingt, doch seit vielen Jahren schreibe ich das auf, was mir passiert ist. Sei es die Trennung von der Freundin oder das Gefühl sich ständig einsam zu fühlen. Authentizität, eine Art Tagebuch des letzten Jahres. Das Album verkaufte ich an Kostenstelle eins direkt über meinen Internetshop, den mir mein bester Freund seit Teenagertagen, Paul, programmiert hatte. Ich startete als One Man Show, doch mit einem Willen, der für hunderte Menschen ausreichte, und wurde im Hintergrund von Menschen unterstützt, ohne die der Release gar nicht möglich gewesen wäre. Ein besonderer Dank geht an deshalb an dieser Stelle auch an die Produzenten Veysigz, Rewind und Mariobeatz, die auf diesem Album hauptsächlich tätig waren. Authentizität erforderte eine Menge Arbeit, doch ich bin sehr stolz auf dieses Album. Vom Planen und Konzipieren der Texte bis hin zum fertigen Booklet, vom Aufnehmen der Songs bis hin zu den Musikvideos, vom Telefonieren und Abklären mit dem Vertrieb bis hin zur fertig gepressten CD. Es war ein Herzblutprojekt.

 
 
 

Obwohl ich im Jahr 2011 schon mit Merch verkaufen angefangen hatte, war ich erst 2 Jahre später soweit eine CD zu veröffentlichen. Ich hatte keinen Schimmer, wie und ob sich die CD gut verkaufen würde, ich wusste nur, dass es beim Klamotten mit meinem Namen ja auch geklappt hatte. Ich war unsicher, aber wenn man es nicht riskiert wird man es nie wissen, also finanzierte ich mir den Release komplett alleine und siehe da, es zahlte sich für mich aus. Das Album verkaufte sich physisch um die 270 Mal wozu noch 137 Mal digital dazukamen. Für mich waren das unglaubliche Zahlen, da ich es schon bewundernswert finde, dass es überhaupt einen einzigen Menschen da draußen gibt, der ab heut an an meinen Produkten interessiert war. Ich ließ den persönlichen Erfolg erst mal sacken während andere Rapper in meinem Alterskreis versuchten mir den Erfolg schlecht zu reden, aber mir war alles egal. Ich beendete den Beef mit nur 3 Wörtern auf meinem Disstrack "Multitalent", ab da an sparte ich mir die Worte, weil ich noch lange nicht am Ende meiner Rapreise war.

 
 

Der Weg, den ich ging, war trotz allem voller Steine und Verräter. Ich hatte es immer gut gemeint, im nahen Kontakt zu meinen Hörern zu stehen und erreichbar zu sein, aber genau diese Eigenschaft brach mir auch oft das Genick, da du in Konflikte gerätst, wo man sich raushalten sollte, aber dann wirst du als arrogant betitelt. Eine Eigenschaft, die mir von Außenstehenden oft nachgesagt wurd. Doch hatte ich engeren Kontakt mit den Menschen, die sich als meine Fans outeten, wurde Ich zu emotional und Leute hatten die Möglichkeit mich zu enttäuschen und taten es. Doch auch aus diesen Fehlern lernte ich und ließ die Menschen, die mir nicht gut taten, einfach auf der Strecke liegen und ging weiter, da mein Ziel sich nicht durch ein paar Variablen ins Schwanken bringen lässt.

 

Irgendwann kommt alles zurück #Karma

 

Seit ich denken kann, bin ich der gewesen, der in keinem Kreis Anschluss fand, da ich niemals das Verlangen nach Alkohol, Partys oder oberflächlichen Gesprächen hatte. Ich führte im wahrsten Sinne des Wortes ein irreales Leben neben der Gesellschaft und ihren Normen. Meine Erziehung hat mich zu einem unabhängigen, freien Mann gemacht. Ich habe meinem Leben eine Bestimmung gegeben, die Bestimmung meine Gefühle durch das Ventil der Rapmusik auszudrücken und damit gleichzeitig für viele andere Menschen zu sprechen. In meiner Heimatstadt hat man sich lange über mich lustig gemacht. Dennoch stand ich da und schmiedete Pläne für das nächste Album. In Bezug auf die Vergangenheit war der passenden Titel für mich keine große Überlegung. Karma würde es heißen. Es schrieb sich wie von Geisterhand, man hätte es auch Authentizität 2 nennen können, da diese Eigenschaft auch in Zukunft auf jeden meiner Songs zutreffen wird, aber Karma gefiel mir, er hatte den Beigeschmack des Bumerangs, den ich nun auf die Leute zurückwerfen würde.

Karma, ein neues Album, das hieß arbeiten bis der Arzt kommt. Ich setzte die Messlatte noch höher und begann die Albumarbeiten einen Monat nach Authentizität. Vieles musste geplant werden. Wieder einmal konnte ich mich auf Paul verlassen, mit dem ich eine komplett neue Internetpräsenz plante, da die bisherige Page nicht mehr up to date und langsam veraltet war. Durch seine Programmierkenntnisse wurde über die Monate der neue Shop mit einem Content Management System aufgesetzt. Es war alles nun leichter zu handeln als zu vor, auch wenn mir die letzte Homepage sehr gefallen hatte. Für die Beats sorgte dieses Mal ausschließlich Mariobeatz, der mit ganzen 13 Beats auf dem Album vertreten ist. Co-produziert KsTBeats mit 2 unglaublichen Brettern und diverse Andere. Das ganze Album ist auch heute rückblickend noch ein unglaublich facettenreicher Longplayer. Neu war auch, dass das Album zum ersten Mal gemastert wurde, was die Songs noch mal um einiges aufwertete. Es war ein hektischer Kampf mit der Zeit bis zum Releaseday, aber es war ein Stress, den ich als schön bezeichnen würde.

 

Nichts liebte ich mehr als auf ein weit entferntes Ziel hinzuarbeiten. Ich hatte mir auch für dieses Album vier verschiedene Editionen zusammengestellt, die dem Fan alle Möglichkeiten einer Auswahl boten. Diesmal gab es erstmals ein riesen Poster mit dazu und es freute mich besonders, dass sich die Edition mit jeglichem Zubehör und dem höchsten Preis trotzdem so gut verkaufte. Das Gefühl, dass ich mit dem selbst geschriebenen, dem selbst aufgenommenem und aus der ganzen eigenen Kreativität Geld zu VERDIENEN war unbeschreiblich. Ich denke ich hatte das Gefühl der Selbstverwirklichung erlebt. Ehrgeiz war für mich schon immer das höchste anzustrebende Ziel. Während andere Rapper und Kollegen einmal in zwei Jahren einen Release planten, wurde ich zur Songfabrik.

Es gibt genau 2 Leitsätze nach denen ich lebe:
1. “Wo ein Wille ist, ist ein Weg.”
2. “Wer will sucht Wege, wer nicht will sucht Gründe.”

Zu viele Menschen quatschten mir rum und erfanden Ausreden. Ich war es so leid mich auf andere zu verlassen. Ich featurte nur Leute, auf die ich mich verlassen konnte und die ich unbedingt mit drauf haben wollte und erschuf in Rekordzeit einen weiteren Longplayer, der mein Leben der letzten Monate widerspiegelte. Wenn ihr von euch überzeugt seid, lasst euch niemals irgendetwas anderes einreden. Ihr könnt andere Meinungen akzeptieren, doch ihr dürft nie vergessen: am wichtigsten ist das, was ihr von euch selbst haltet.

 

Insgesamt verkaufte sich das Karma Album physisch 206 und digital 123 Mal. Es war etwas weniger als bei beim ersten Release Authentizität, allerdings waren 66 Einheiten davon als Edition mit T-Shirt, Hoodie oder Poster was das Ganze wieder zum Guten wendete. Ich war stolz auch ein zweites Mal einen Traum auf's Neue verwirklicht zu haben und krönte das Ganze mit einem Releasekonzert am 29. März 2014 im Musiktheater in Kassel, bei dem 60 Leute aus den verschiedensten Ecken aus Deutschland kamen nur um mich zu sehen. Ich kam mit meinem kleinen Kreis an Freunden und wir waren wie ein Team. Paul sorgte für den guten Klang beim Soundcheck, Jerome und Julian waren die Djs und mein Kenan und ich rockten die Bühne und hatten einen der besten Abende unseres Lebens. Dazu muss man wissen, dass mir mehrere Backups vorher kurzfristig abgesprungen waren und so der Kontakt zu Kenan zu Stande kam, wodurch wir auch zu Freunden wurden. Meine Mutter führte an dem Abend den Merchandisestand, an dem Shirts, Hoodies und CDs von mir verkauft wurden. Ich wollte ihn erst nicht aufbauen, da ich mir dachte es würde sich sowieso nichts verkaufen und es den Aufwand nicht lohnen würde. Zum Glück entschied ich mich doch dafür, denn es war der volle Erfolg und die Leute supporteten mich.

 

Ich bin kein Schwätzer, ich bin ein Macher. Für mich gibt es keine Stoppschilder oder Hindernisse, die man nicht überwinden kann. Und ich denke genau das ist es, was mich als Künstler auszeichnet. Ich lebe nicht nach Vorschriften und Normen wie es sein sollte. Ich habe meine eigenen Vorstellungen wie das Leben auszusehen hat.

Nach meinem letzten Album wollte ich tatsächlich eine Pause einlegen, doch nach wenigen Wochen merkte ich, welche Leere ohne Rap in meinem Leben entstand. Ab diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass Rap für mich kein Hobby mehr war. Es ist meine Berufung. Hätte ich nicht immer wieder den Glauben an mich selbst wiedergefunden, hätte keiner meiner Releases je stattgefunden.

Es ist das A und O im Musikbusiness. Du weißt nicht, ob deine nächste CD schon vielleicht keiner mehr kaufen wird. Du musst es riskieren, eine Garantie gibt es nie, doch letztendlich freue ich mich einfach zu sehr auf meine eigene CD, als dass ich mich von ungewissen Käuferzahlen aufhalten lassen würde. Die Leute, ob viele oder wenige, werden sich freuen. Es ist 2015 und es geht volle Fahrt voraus, DENN die Dinge haben nur den Wert, den man ihnen verleiht.