Hallo an alle, ich habe mir für die, die es interessiert mal die Mühe gemacht euch zu jedem Song etwas aus meiner Sicht zu erzählen. Viel Spaß beim lesen.

CD/Booklet: Das 32 Seitige Booklet hat wie immer sehr viel Zeit in Anspruch genommen, aber für mich ist es ein MUSS, dass ich dem Käufer mitgeben will. Es dient Albumbegleitend um Hintergründe zu verstehen und zu begreifen, was zu dieser Zeit in meinem Leben los war.

01. Identität

Das Intro zum Album. Zu Beginn hatte ich diesen Song wieder runtergenommen, da ich dachte er wäre zu langweilig, und bringt nicht den gleichen starken Einstieg wie in meinen beiden Vorgängern Authentizität und Karma. Als ich alle Songs aufgenommen hatte und das Konzept und der rote Faden des Albums ersichtlich war, merkte ich aber, dass nur dieser Song das Album einleiten kann. Er spiegelt die Ruhe vor dem Sturm (Armageddon) wieder und beschreibt auf düsterer Ebene, welche Rückschläge ich im letzten Jahr in Kauf nehmen musste und wie ich nun damit umgehen werde.

02. Armageddon

Der meistgehasste und meistgeliebte Track. Für mich eine absolute Genugtuung und Abrechnung mit jedem, der mich und mein Geschäft betrogen hatte und für die, die förmlich nach diesem Track geschrien haben. Ich hab es wahrgemacht und eine lyrische A*o*bo*b* gezündet, die alle meine Feinde restlos zerf***t haben. Ich habe es schon oft gesagt. Musik ist für mich da um meinen Hass anders als mit G*walt zu verarbeiten. Nachdem der Song fertig gemastert war, war mein Drang zu Vergeltung gesühnt. Stimmen des Internets waren entsetzt, denn Blazin'Daniel würde sich an wehrlosen Leuten, die keine Rapper sind, vergreifen und spielten die Moralapostel (die ein paar Monate später ihr Fett auch noch wegbekamen). Armageddon kam und schlug ein wie eine Bo*be! Bewusst habe ich ihn auf Platz 2 des Albums gesetzt.

03. Ignoranz

Die fröhliche, locker leichte Vernichtung auf Gute Laune-Beat. Ein Song, der sich um die Missgunst von neidischen Blazin'Daniel Anhängern dreht und auf provokante Weise seine Spuren zieht. Hier denke ich, es durch die bestimmten Betonungen mancher Wörter, geschafft zu haben eine wahrliche Ohrwurm-Hook gezaubert zu haben. Der Track schaffte es auf's Album, weil mir die positive Aura, die beim Hören des Songs entsteht, nicht mehr aus dem Kopf ging und man Motivation aus dem Song schöpfen konnte.

04. Nicht wie du

Auf einem Kst Exklusive Beat habe ich in Überlänge weitere Leute, die sich offiziell zu mir äußerten zur Rechenschaft gezogen. Der Track ist sehr positiv, obwohl er mit lyrischer Aggression zerstört. Wer mich schon über einige Jahre verfolgt, weiß wie viele schon versucht haben mir ihre Kiselsteine in den Weg zu legen. Man behauptete ich könnte mich nur an Menschen wie Alex S. und Anja. S. vergreifen, weil ich "Angst" haben würde, einen "echten" Rapper zu dissen. Da ich das sehr lustig fande, habe ich mir den Spaß erlaubt, um wieder mal das Gegenteil zu beweisen, wonach dann WIEDER diejenigen Rapper rumheulten und öffentlich einen auf "Habe ich jetzt wieder anfangen oder was?" - nachdem zahlreiche Schüsse in meine Richtung vorausgingen. Doch kommt dann wirklich mal eine Antwort von mir, finden diese Leute wieder andere Dinge, die sie dir vor ihren Fans vorhalten können, damit du weiter schlecht dastehst, obwohl du nur bewiesen hast, dass es keinen Unterschied macht WEN ich disse. Es macht mir Spaß die Leute ihre Mundwerke zerreißen zu lassen, bis ich irgendwann wieder mit einem neuen Album komme und sie ihnen......

05. Sarkophag

Reflektion. Zum ersten Mal rappe ich auf einen Chillstep Beat. Ich hörte den Beat und wusste hierauf wirst du was krasses emotionales und tiefgründiges schreiben. Ich schrieb "Sarkophag" über falsche Fans, mein letztes Jahr, die Probleme mit der Gesellschaft, Frauen und Verräter. Im übertragenen Sinne bedeutet die Metapher, dass ich abgekapselt in meinem Sarkophag liege, die Welt sich dreht und dreht, und ich nichts mehr von ihr wissen will - ich bin einfach abgeschottet. Zu oft hab ich schon gesehen wie Menschen ihre Meinungen über dich ändern, komme da ein klitzerkleiner Riss in ihrem schlechtgemalten Bild von dir. Ich erzähle darüber, dass ich auf jede unverkaufte CD nichts gebe, weil ich sie lieber für mich behalte, statt mich durch Arschkriecherei dafür zu verbiegen, dass sie mich  mögen und für etwas lieben, was ich nicht bin. Ich schließe mit den Wünschen, die ich hatte ab, und erkenne die Wahrheit an, die die ganze Zeit vor meiner Nase stand. "Jeder ist falsch auf dieser Welt"

06. Royal Flush

Selbstbewusste Total-Zerstörung. Auf einem meiner Lieblingsbeats des Albums k*cke ich auf jeden Disrespect, den man mir entgegen brachte und rechne weiter mit scheinheiligen Moralaposteln ab. Der Song prahlt für mich mit seiner positiven Energie, die dir sofort sagt: Du kannst alles schaffen! Trotz all der schlechten Karten, die ich hatte, spiele ich im übertragenen Sinne den Royal Flush aus. Der Song enthält einige prägnante wichtige Lines wie:

"Sie haben mich alle hängen lassen, als ich ganz unten war
doch habe ich Erfolg dann waren sie seit der ersten Stunde da"

Ich bin stolz, wenn ich Lines schreibe, die ein großes Gesamtthema betreffen, dass ich schon immer erwähnen wollte. Und was gäbe es passenderes als die Menschenmasse, die sich bei den Disstracks gegen Stuttgarts Absch*um mit Lob zu der totalen Vernichtung meldeten und mich dann monatespäter für Armageddon ankreiden wollten. Ich hab MEIN Ding einfach weitergemacht, trug die Konsequenzen und bewahrte mir den Blick in den Spiegel.

07. Zug der Rache

Ich habe diesen Titel von Anfang an geliebt und wollte mein Album sogar Zug der Rache nennen, doch dann dachte ich mir es wäre zu einseitig, weil sich so alle Tracks nur um das Eine drehen könnten - und so nannte ich einen Track wenigstens danach. Jeder meiner Feinde hat sich einen Platz im Zug der Rache erspielt und wird niemals wieder aus diesem Zug aussteigen können. Ich thematisierte auf einem untypischen Beat zu diesem Text, warum ich den Leuten nicht gefalle: weil ich mich nicht zur "Ich-liebe-euch-alle"-Facette verleiten lasse wie viele Youtuber, was niemals der Wahrheit entspricht. Ich erzähle in versteckter Form von Menschen, die sich unbedingt mit mir vergleichen wollen, sich auf Anfragen aber wieder zur Gegenteilaussage widersprechen. Der Neid und die Missgunst der Menschen in Bezug auf mich ist gestiegen, keine Frage. Mit ein bisschen Erfolg und ein bisschen Polarisation hast du Ungeziefer an dir hängen und jeder weiß es besser. Die Moral des Songs ist, dass egal was kommt, ich nicht kleinzukriegen bin und immer wieder aufstehe - und DAS entspricht der einzig wahren Wahrheit.

08. Denk an mich (feat. Ced)

Mit diesem Song will ich ein Hoffnung in schlechten Zeiten geben. Ich erzähle von dem, was ich mir selber lange vorgemacht habe zu sein oder zu haben. Ein Real Talk, der mir sehr aus dem Herzen spricht.

Dieses Leben... hat mich oft das Fürchten gelehrt
und wenn ich Glück je erfahren hab, dann spür ich's nicht mehr
bin verloren ....diese Wüste ist leer
Ich brauch' Wasser, doch kein Weg führt an's Meer

Ich spüre schon jahrelange eine Leere in mir, die ich nur durch eine Albumproduktion wieder füllen kann, doch umso länger ich darüber nachdenke, umso mehr begreife ich, dass alles was ich glaubte zu haben wertlos ist, weil es gar nicht existiert.

09. Never trust a B*tch

Ja hierbei handelt es sich tatsächlich um eine wahre Geschichte. Im Jahr 2014 hatte ich ein One Night Stand mit einem Mädchen namens Luisa. Ich lernte sie auf einer Hausparty kennen, und man hatte Spaß, hat gelacht und getrunken. Es war diese Zeit, in der mir alles scheißegal war. Ich gab ein F**k auf Frauen, und Gefühle interessierten mich erst recht nicht. Ein Kumpel von mir und ich waren die letzten auf der Party, sie wollte nicht allein zu Hause bleiben, ich wollte zu mir und sagte zu ihr: schlaf du doch bei meinem Kumpel, ich fahr euch hin. Jedenfalls kam sie dann aber mit zu mir, wo es zum Unvermeidlichen kam. Ich kämpfte mit meinem nicht vorhandenen Gewissen, aber dachte mir sch**ß drauf. Sie zog mich mit ihren Augen aus, sie wollte es, ich sagte ihr: Überleg dir das, aber sie sagte nur: "jetzt hast du mich schon so weit gebracht, und jetzt willst du mich hängen lassen?" - die Situation war unehtisch, doch ich sagte mir: ich bin nicht der, der die Konsequenzen tragen muss und wir hatten S*x. Am nächsten Tag fuhr ich sie zurück nach Hause. Wir räumten die Reste von der Party auf und aßen gemütlich Frühstück bei ihr im Garten. Es war geschehen, sie hatte ihren Freund betrogen. Für den heutigen Tag war Grillen geplant, ich fuhr nach Hause und am Abend kamen wir alle wieder zusammen, zu allerletzt erfuhr ich, dass ihr Freund nun auch da sein wird. Wir kamen zu ihr nach Hause, sie öffnete die Tür und wir begrüßten uns als wäre nichts gewesen und sie stellt mich allen Ernstes ihrem Freund vor, er gibt mir die Hand, und weiß nicht, dass er in der letzten Nacht betrogen wurde und sie fremdgegangen war. Tage vergingen, und sie schrieb mir, dass alles so wie vorher sein soll und sie ihn über alles liebt. Alles weitere folgt im Song.

10. Purge Anarchy

Das düstere Armageddon. Purge Anarchy ist ein weiterer Real Talk Vernichtungsschlag, insbesondere gegen meinen Ex-Mitbewohner und seine Dr*cksfreundin, die ich namentlich in diesem Song erwähne. Die beiden hatten mich um 200 Euro betrogen und verschwanden über Nacht scheinheilig aus meiner Wohnung. Monate später traf ich die beiden zufällig im Saturn Kassel. Das A*schwasser lief ihm aus, als er mich sah. Die Aggression kam in mir hoch, meine Freundin bei mir. Ich sah ihn und ging sofort auf ihn zu. "Na Dennis, wo ist mein Geld?" . Ohne die richtigen Worte zu finden, versuchte er sich rauszureden. Ich wollte ihm direkt eine geben, aber wusste es würde mir nichts bringen. Mit leeren Versprechungen sagte er, "ich bring es Donnerstag vorbei". Ich wusste in dem Moment, dass nichts davon passieren wird, doch konnte nichts tun. Und so schrieb ich Purge Anarchy. Der Song erzählt davon, dass ich immer wieder ein guter Mensch sein wollte, aber immer wieder durch die Taten anderer Menschen mein Herz nicht mehr retten konnte. Die Hook gefällt mir hier persönlich am besten, weil man sie sich endlos anhören kann und ein Gefühl des Sieges verspürt.

11. Apokalypse (feat. Benikaya)

Mit "Apokalypse" schrieb ich meinen ersten gesellschaftskritischen Song. Die treibende Kraft, dass wir sowas machen sollten, kam von meinem Featurepartner Benikaya. Ich hatte es mir eigentlich nicht zugetraut, weil ich dachte es würde mir nicht liegen, da ich keinen wirklichen Plan von Politik habe und wusste nicht wie ich an das Thema rangehen sollte. Ich versuchte es aber trotzdem und sagte mir: "Egal, ob du in der Materie drinsteckst oder nicht, du kennst die Welt und da kannst du mitreden" - und so erzählte ich die Dinge, die ich in unserer Welt als falsch sehe und erschuf mit Benikaya einen Song über unsere Welt.

12. Heimatlos

Ich hörte diesen ruhigen Beat und versank in ihm. Ich wollte einen Song machen, indem ich aus meinem echten Leben erzähle: über Geldprobleme, den Treibsand des Lebens, über das nicht wissen was nächsten Monat ist und wie man Rechnungen bezahlen soll. Über die ewige Einsamkeit, die ich im Herzen spüre, egal wer um mich rum ist: "Ich bin alleine zwischen Zeit und Raum" und fühle mich heimatlos und niemals zufrieden oder glücklich. Jeder Tag ist ein Kampf um's Überleben im wahrsten Sinne. Ohne Geld geht nichts. Des Weiteren spreche ich auch an, warum ich mich alleine fühle. Mein Traum war es immer berühmt zu werden, doch wenn ich mir ansehe was auf Rapupdate abgeht und solche Leute meine zukünftigen Fans sein sollen, will ich gar nicht weiter nach diesem Ziel streben. Lieber werde ich für das gehasst was ich bin, als für das geliebt, was ich nicht bin. Ich wählte diesen Song für eine Videosingle aus, da er mir tief aus der Seele spricht. Ich wusste, dass er nicht krass gehypt werden würde, da es ein absoluter Anti-Mainstream Song ist und das anspricht, was wenige hören wollen.

13. Drei Regeln

Keine Hook. 4 Parts reiner Rap. Ein weiter Real Talk über das Leben und das System, dem wir unterworfen sind. Ich erzähle von meinen Erfahrungen, die ich im Leben gemacht habe. Beispielsweise aus meiner Zeit, in der ich in einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet habe und wie ein Stück ausgetauscht wurde. Nachdem ich mich eingelebt hatte und Arbeitskollegen gefunden hatte, kam das Schw*in von Chef und schmiss dich einfach raus. Du bist 'ne Nummer und nichts weiter. Es geht um tiefe Einsichten zu meiner Weltanschauung. Bei diesem Song überlegte ich, ob es besser wäre ihn runterzunehmen, entschloss mich dann aber doch dafür ihn drauf zunehmen, weil er zu der Gesamtatmosphäre des Albums passt und viele wichtige Lines enthält, die den roten Faden des Albums erhalten.

"Jeden Tag fragst du dich............... für was du lebst?
Ich glaube Leben heißt mit beiden Beinen im Knast zu stehen
auch wenn die Gitter...... für dich gar nicht sichtbar sind
kannst du sicher sein in dieser Zelle sitzt du drin"

14. Zeitmaschine

Ein tieftrauriger Song. Der Beat war nicht ganz ausgereift und eigentlich eher kurz vorm nichtgenommen werden, da die Beatproduzentin es nicht ganz nach meinen Vorstellungen schaffte den Beat umzusetzen. Ich gab mich aber schließlich mit dieser Version, die ich dann selbst zusammenschnitt, zufrieden, da mir die Melodie unglaublich gefiel und sie ein Gefühl der Reflektion auf das, was geschehen war, interpretierte. Ich ließ die gescheiterte Beziehung mit meiner Ex-Freundin Revue passieren und ließ viele Gedanken, die ich mir gemachte hatte, in den Song mit einfließen. Er zerreißt einem das Herz, wenn man es fühlt, doch der Song kommt auch zum Entschluss, dass man sich die ganze Zeit etwas zurückgewünscht hat, was einen längst verlassen hat.

15. Manchmal (feat. Devize)

Das Feature mit Devize war der allererste Song, den ich für Identität aufnahm und entstand im Mai 2014, zwei Monate nach Karma. Ich war damals sehr stolz auf den Text und er dreht sich um die Zeit, nachdem Schluss war und man Vergangenem hinterher trauert und sich alleine wertlos fühlt. Du kannst nicht glauben, dass nichts mehr so sein wird wie früher. Man spürt die Verzweiflung und die Hilflosigkeit, die in diesem Song stecken. Ich bin stolz meinen guten Freund Devize wieder mit dabei zu haben. Ein Mann, auf den einfach immer Verlass ist und der auf Punkt abliefert wie ein Gott. Ein wahnsinnig schöner Beitrag zu meinem Album und eine Bereicherung für jeden Hörer.

16. Kein Schmerz bleibt

Mit diesem Song knüpfe ich im Refrain an den Song "Für Immer" an. Das werden die Kenner unter euch sicherlich gemerkt haben. Der Song reiht sich in die Reihenfolge der Songs über die Ex-Freundin ein und ist ein Song, den ich selber sehr gerne höre, da ich den Rappergesang im Refrain mag, für viele ist das allerdings Geschmackssache. Im Song steckt eine der besten Lines des Albums:

"doch selbst der Fakt, dass ich dich liebe langt nicht aus
wenn Liebe blind macht hör ich auf dich anzuschauen"

Der Song baut sich aus 2 verschiedenen Parts auf. Der erste Part zeigt Reue und versucht noch etwas zu retten. Der zweite Part schließt ab und erkennt die bittere Wahrheit an. Es ist aus.

17. Endgültig

Das Ende einer Beziehung. Mit "Endgültig" hab ich mir eingestanden, dass dieses Kapitel endgültig vorbei ist und der Fehler nicht nur an einem selbst liegt. Ich will die Zeit nicht zurück, egal was schön war, das Negative hat überschattet und alles was man Gutes mal getan hat, wurde am Ende mit Füßen getreten und ist rein gar nichts wert und ohne Bedeutung. Liebe kommt, Liebe geht, und wenn sie geht hinterlässt sie Narben. Ich gesteh' mir ein, dass es niemals mehr funktionieren wird und würde. Was einmal bricht, kann nicht mehr repariert werden. Wenn man das Ende kennt, brauch man nicht nach einem Neuanfang suchen. Wir verändern uns, jeden Tag und irgendwann passen Menschen nicht mehr zusammen.

18. Im Namen der Menschheit

Das Ende des Albums richtet sich auf die gesamten Erfahrungen, die ich über Menschen in meinem Leben gesammelt habe und entschuldige mich vor Gott für unsere Spezies. Ich schäme mich für meine Mitmenschen und jeden, der ohne Ehre und Gewissen ist. Für den Krieg, für das Leid, für die Dinge, die wir uns antun. Ich verabschiede die alte Welt und gestehe den Fortschritt und das neue Zeitalter und die Zeit an, die sich nicht mehr rückwärts verändern wird. Wir müssen in der Welt mit den Menschen, die wir nicht ausstehen, existieren und versuchen zu überleben. Ich spreche mit meiner Meinung für all diejenigen, die noch an die gleichen Werte wie ich glauben.

19. Gewinnerattitüde

An Platz 19 hatte ich vorher einen andern Song, ich musste mir überlegen wie ich das Album ausklingen lassen will, und entschied mich für das Positive. Für einen positiven Song mit einer positiven Message: Gewinnerattitüde. Mit dieser Aura und Ausstrahlung habe ich die ganzen Jahre mein Ding gemacht, ob Erfolg in Aussicht stand oder nicht - ich hab es einfach gemacht. Seit 8 Jahren mache ich nun Rap, 2013 kam das erste Album, dass nach zahlreichen Free-Downloads verkauft wurde. Deshalb "zähl auf mich wie auf Atemlos im Radio", denn ich zeig dir immer wieder, dass ich mich übertreffen werde, egal was ich gemacht habe. Ich blicke noch mal auf mein Leben und meinen Werdegang zurück und erzähle von meinem symbolischen Weg von unten nach oben. Der Unterschied zu früher und heute. Ich erinnere mich zu gut an alle Vorurteile und gemeinen Worte, die mich früher verfolgten und denke ich an den Jungen auf dem Pausenhof, den man fertig gemacht hat, sehe ich heute einen selbstbewussten Typen, der sich von nichts und niemandem was sagen lässt, und der dich lyrisch zerreißt, wenn er will. Ich hab die Träume, die ich von einer eigenen Album CD hatte mal drei genommen und stehe nun mit Identität an der Front. Das Album dreht sich um Vergeltung und die habe ich definitiv genommen. Für mich ist es ein wenig Seelenfrieden und für meine Fans hoffentlich ein tolles Album, dass sie motiviert in schlechten Zeiten daran zu denken, dass es einen Rapper gibt, den auch nicht jeder mag, und der trotzdem immer weitermacht, weil es KEINEN gibt, der mir irgendetwas anhaben kann, solang ich das, was ich tue liebe.

20. Offline

Der letzte Song des Albums und für mich der perfekte Abschluss. "Offline" kann jeder so interpretieren wie er will. Unsere Welt ist verseucht, wir sind krank, wir sind vernetzt, unsere besten Freunde sind Smartphones und Siri. Ich stecke genau wie jeder andere drin und deshalb habe ich dieses weltbetreffende Thema genommen und von dem erzählt auf das es meiner Meinung nach ankommt. Unser Leben findet offline statt und nicht auf sozialen Netzwerkplattformen, die uns ein Leben durch die Anzahl virtueller Freunde darstellt, die im echten Leben gar nicht existent sind. Seitdem jeder online ist, hat jeder ein großes Mundwerk bekommen und Internetgangster drohen dir Schläge an während sie dir im echten Leben schüchtern Hallo, wie geht's? sagen. Ich will in dieser Welt eigentlich gar nicht leben und würde mir eine andere Welt wünschen. Ich will nicht ständig erreichbar sein, ich merke selbst wie sehr es einen verfolgt: Was hat der und der jetzt wieder über mich gepostet? - Man steigert sich in etwas hinein, das dir komplett egal sein kann und könnte. Es ist als würdest du einen Krieg in deinem Kopf führen und in Wirklichkeit herrscht Frieden.

Wir sind das System und wir sind das Problem, und nur wir selbst können uns reparieren durch harten Entzug, aber ich weiß selbst, dass das kaum zu schaffen ist. Wir sind abhängig und so wird es bleiben. Nicht alles ist schlecht, es gibt so viel gute Dinge, doch wer Facebookseiten wie Rapupdate oder Bild verfolgt und den Hass liest, den wir Menschen unter uns durch Missgunst und Eifersucht verbreiten, der merkt wie weit dieser Virus in uns selbst schon fortgeschritten ist. Kleine Kinder spielen im Internet die Bosse und wir definieren uns durch Likes und Klicks auf unsere Bilder.

Ich wollte mit diesem Song anregen und das Album ausklingen lassen, der Song hinterlässt einen nachdenkenden Eindruck und genau so wollte ich es haben.

Denn immer, wenn ich Auto fahre, die Sonne scheint und ich Musik höre, fühle ich mich lebendig und freue mich. Die Sonne ist für mich Lebensenergie und während einer Autofahrt kamen mir die Zeilen "Will von A nach B, doch niemals will ich ankommen", weil der Weg wie immer das Ziel ist und war.

Fazit:

Identität ist eine Abrechnung mit vielen Menschen und zeigt mir wie krank unsere Welt geworden ist. Niemand macht sie besser und jeder schlechter. Es gibt keine reine Wahrheit, denn Wahrheiten sind subjektiv und werden von jedem verfälscht. Wer sich für Rap aus den tiefsten Ecken einer Psyche interessiert, ist mit diesem Album gut beraten. Ich danke jedem, der sich die Zeit genommen hat um mein Album zu analysieren oder seinen Respekt dafür auszusprechen.

Euer Blazin'Daniel