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LYRIK LOUNGE

Songtext: 

Artgefährten

Part 1: (Blazin’Daniel)

Umso älter ich werd, umso mehr wird mir klar
was gestern noch fern schien, ist morgen schon nah
Ängste von früher sind von nun an real
seit ich 18 bin geht es nur noch um Zahlen
Zahlen auf der Bank – Zahlen auf ner Uhr
Gute Noten im Zeugnis, mach ja Abitur
für Jahre Tortur an beschissenen Jobs
uns bleibt keine Zeit, doch wir nicken wie Bots
und leben das Leben wie vorprogrammiert
organisiert, im Labor wie ein Tier
will einfach lang wach sein bis morgens um vier
das Leben leben bis der Morgen nie stirbt
Zeit rast so schnell, dass man nichts mehr erkennt
gestern wie Brüder, heut sind wir uns fremd
Menschen, die kamen, Menschen, die ging`n
keiner wollte das so, doch man steckte nie drin
wir verletzen uns blind, weil Worte oft fehlen
doch sind miteinander verloren im System
jeder will raus, keiner weiß wie
Ist die Reise das Ziel? wir scheitern wohl nie
weil wir im Endeffekt nie Gewissheit bekommen
Ich hab keine Ahnung, ich berichte nur von
den Dingen, die sich bei mir im Kopf abspielen
bin wieder dabei mich in ein Loch zu ziehen
bin ich auch nur ein Schaf und Teil dieser Herde
ich muss heute leben, denn ich weiß, dass ich sterbe
vielleicht ist alles vom Schicksal bestimmt
doch ich will daran glauben, dass ich es nicht bin
ich mache mir wieder ein Kopf wie ne Hydra
denn jede verpasste Chance kommt nie wieder
mein Leben war noch nie in trockenen Tüchern
ihr schwört auf die Bibel, doch Gott ist ein Lügner

Hook: (Blazin’Daniel)

Zu leben heißt für manche jeden Tag zu sterben
abends brennen Kerzen, aber mir war noch nie warm im Herzen
nein Ich möchte – in dieser Welt kein Vater werden
das Problem ist nicht die Welt, es sind meine Artgefährten
Mörder, Vergewaltiger, der Staat korrupt, ich atme Luft
die voller Chemikalien ist, die Pharmaindustrie lacht sich seit Jahren kaputt
wir werden krank? nein wir werden krank gemacht
doch rennen zur Apotheke für ein Gegenmittel, raffst du was?
Wir sollen uns gut ernähren, aber Bio kostet zwanzigfach
also greifen wir für Fast Food wieder mal ins Handschuhfach
bis du dann ein Schlaganfall irgendwann mit zwanzig hast
Menschen wollen jetzt helfen, doch zuvor haben sie dich krank gemacht

Part 2: (Blazin’Daniel)

Wir unterdrücken den Neid, den wir Empfinden
beim durchscrollen der Bilder mit dämlichem Grinsen
von Youtuberinnen auf Yachten und Booten
Partys feiernd am Lachen und Posen
wir stehen noch hier, andre schafftens nach oben
hab`n massig an Kohle, ich geh Ackern für Doofe
bei andren heißt es dann Rabattcodes vermarkten
bei uns heißt es gleich wieder Akten zu stapeln
als hätt das System uns Jahre gestohlen
als Freigeist zu leben war nie ne Option
jeder zeigt heute sein eigenes Leben
quadratisch gefiltert um Likes abzuzählen
traurig ich weiß, ich bedaure den Scheiß
wir wollen Aufmerksamkeit und genau wie die sein
wie die Stars, den wir folgen, über den Wolken
denn es macht den Anschein als hätten immer nur
Andre die Dinge von denen wir träumten, Frust macht sich breit
muss das so sein? und wieso pass ich in eure Schublade rein?
wieso pass ich in eure Schublade rein?
wenn ich heut nichts mehr änder wird’s immer so sein
Ich kämpf gegen Windmühlen und finde nicht heim
bin allein und vielleicht auch mein schlimmster Feind
denn ich denk ich kann’s ändern, doch steh ich dann einmal vor
eiskaltem Wasser spring ich nicht rein, Kopf gegen Herz
zu hoffen verlernt, man gibt irgendwann auf, weil Erfahrungen zeigten,
dass im Laufe des Lebens halt oft doch nichts währt
wenn man’s versucht, die Frage ist nur
tauscht man einen Versuch gegen Jahre Tortur?
ich bin dieser Frage seit Jahren auf der Spur
doch für die Antwort ist mein Dasein zu kurz

Hook: (Blazin’Daniel)

Zu leben heißt für manche jeden Tag zu sterben
abends brennen Kerzen, aber mir war noch nie warm im Herzen
nein Ich möchte – in dieser Welt kein Vater werden
das Problem ist nicht die Welt, es sind meine Artgefährten
Mörder, Vergewaltiger, der Staat korrupt, ich atme Luft
die voller Chemikalien ist, die Pharmaindustrie lacht sich seit Jahren kaputt
wir werden krank? nein wir werden krank gemacht
doch rennen zur Apotheke für ein Gegenmittel, raffst du was?
Wir sollen uns gut ernähren, aber Bio kostet zwanzigfach
also greifen wir für Fast Food wieder mal ins Handschuhfach
bis du dann ein Schlaganfall irgendwann mit zwanzig hast
Menschen wollen jetzt helfen, doch zuvor haben sie dich krank gemacht


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Songnamen
Album

Selbstreflexion

Das ist kein Charthit, das ist Selbstreflexion damit Mama wieder stolz ist auf ihr`n ältesten Sohn.

Sekundär

Kein beschissenes Ego mehr, dass mir mal das Leben schwer gemacht hat, alles, was ich früher wollte, ist nun sekundär.

Totenstille

Totenstille auf dem Friedhof, hier ruht jeder Freund, der sagte er lässt nie los.

Fensterscheibe

Was ist ein Frieden wert, wenn man ihn erreicht mit Maschinengewehren? – die Frage wird sich niemals klären.

Nachruf

Nach Mitte 30 lernst du immer schwerer Menschen kennen und nach paar Versuchen willst du keinen Mensch mehr kennen.

Prinzipsache

Und Ihr wollt über Charakter sprechen? ihr gebt ein Wort und habt es dann schon über Nacht vergessen.

Eine Frau, die mich liebt

Du hast was, was ich nicht hab, tausende Streams, ja und ich hab was, was du nicht hast, ne Frau, die mich liebt.

Ziehvater

Supporter bestehlen und Staatsgeld kassier`n und dein Hartz4 dann in der Spielo abends verlieren.

Alter Speicherstand

Es ist ne Menge Zeit vergangen, ich würd die Freundschaft gern neu laden als gäb es davon noch irgendwo nen alten Speicherstand.

Therapieplatz

Ich lache nicht mehr, ich weine nicht mehr, mir ist alles egal, ich bin einfach nur leer.

Kein Teil von euch

Es ist normal, dass du verlassen wirst, du gibst alles, doch es gibt sich keiner ab mit dir.

Kein Teil von euch

Es ist normal, dass du verlassen wirst, du gibst alles, doch es gibt sich keiner ab mit dir.

Thor

In wie vielen Beefs ich schon ein Killer war? In mordsvielen, ich hab so viel Energie, ich könnt bei Marvel Thor spielen,

Wer bist du?

Ich komm nicht klar, dass dir der Cut mit mir so leichtfiel, Ich glaub an deiner Kälte nehmen sich viele ein Beispiel.

Monumentbauer

Du bist ein Schwächling, ich bin Monumentbauer und standhaft wie das Fundament einer Zementmauer.

Eremit

Die Welt ist krank, deshalb lebe ich als Eremit zurückgezogen, solang es meine Parallelwelt gibt