LYRIK LOUNGE

Songtext: 

Oma

Oma, ich steh an deinem Sterbebett
und merk dein Herz lässt dich jetzt grad im Stich, du kehrst nie mehr zurück
Ich – versuch zu fassen, was unfassbar ist
Ich weiß der Tod gehört zum Leben, doch ich kann grad nicht
so tun als wär ich rational, auch wenn du sechsundneunzig warst
und ein gutes Alter hattest wünscht ich du wärst heut noch da
und würdest mir ein letztes Mal – ein Marmeladenbrot
schmieren, aber ich weiß du bist seit Tagen tot, ich frag mich wo
ist nur die Zeit geblieben, in der wir reden konnten
seit deiner Demenz füllen sich die Regentonnen durch meine Tränen
Ich – sitz nur da – und verdau den Schock
währenddessen steigt deine Seele – hinauf zu Gott
ich drück auf Pause, Stopp, aber die Zeit für dich ist abgelaufen
trotzdem ist es immer noch das Gegenteil, an das wir glauben
…….doch ich weiß es war jetzt an der Zeit
für dich zu gehen, du bist gestorben, und das ganz allein

warst schwer am Atmen, schon die letzten Tage, ich stand neben dir
und weinte, denn du zeigtest schon seit Tagen keine Regung mehr
Jetzt liegst du da mit deinem grauen Haar
bist kaum noch da, doch ich will, dass du weißt, dass du nach Hause darfst
der liebe Gott, wie du ihn nanntest, nimmt dich auf ok?
Du wirst zu Hause fehlen, doch du bist für den Himmel auserwählt
Ich kämpf mit den Erinnerungen, und wünsch mir, dass dein Herz noch schlägt
Du sahst so wundersüß – aus mit deinem Hörgerät

Oma, ich liebe dich, sag hörst du mich?
auch wenn du schwerhörig bist, schreib ich diesen Song für dich
Du kannst ihn runterladen in der Cloud
Ich schicke meine ganze Liebe zu dir in den Himmel rauf

………………..Jetzt bist du atemlos, ich hör nichts, nein
ich spüre nur ganz leise wie dein Geist aus deinem Körper schweift
…………….Hab keine Angst auf deinem letzten Weg
Ich steh dir bei, ich bleib an deinem Bett bis es dir besser geht

Ich hielt deine Hand ganz fest
doch merkte auch im selben Augenblick, wie dich die Kraft verlässt
Oma, auch wenn dich jetzt die Engel holen
bleibst du ein Teil von mir, du wirst geliebt von deinem Enkelsohn
Ich kenn dich schon mein Leben lang und liebte dich seit Anfang an
gabst mir zwanzig Euro, wenn ne Eins in meinem Zeugnis stand
du bist verbrannt worden, es tut so weh
es ist zu spät dir noch einmal zu sagen wie sehr du mir fehlst
unsre Liebe – endet heute nicht und morgen nicht
auch wenn du gerade gestorben bist
hinterlässt du deiner Tochter, die die dich bis zum Ende pflegte
Haus mit Garten, du warst ein Herz von einer Menschenseele
die ihr Leben bis zum letzten Tag in Gottes Hände legte
ich hab dich besucht so oft ich konnte, doch jetzt trennen sich Wege
Liebe bis ins Jenseits, mir kommen die Tränen, weil
du zu gut für die Welt warst, aber sie für dich nicht stehen bleibt

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